Amazon Listing-Optimierung: 6 Ultimative Tipps für 2022

Mit über 5 Millionen aktiven Verkäufern auf Amazon steht jeder Verkäufer vor einer doppelten Herausforderung. Die Erste besteht darin, aus der Masse der Produkte herauszustechen und dein Angebot sichtbar zu machen. Die Zweite besteht darin, die Leute, die dein Angebot gefunden haben, davon zu überzeugen, dass sie auch tatsächlich kaufen. Hier kommt die Listing-Optimierung ins Spiel.

Ein gut optimiertes Angebot sorgt nicht nur dafür, dass es leichter gefunden wird, sondern überzeugt auch die Menschen, die auf dein Angebot stoßen, davon, dass sie dein Produkt kaufen sollten. Wenn du regelmäßig auf Amazon einkaufst, bist du wahrscheinlich schon auf einige weniger gute Angebote gestoßen, von denen du lernen kannst.

Typische Fehler sind unleserliche Titel, die mit Keywords vollgestopft sind, verwirrende Bilder, Aufzählungspunkte voller Grammatik- und Rechtschreibfehler und mittelmäßige Produktbeschreibungen. In diesem Leitfaden gehen wir darauf ein, was Angebotsoptimierung ist und warum sie wichtig ist. Außerdem zeigen wir dir 6 wirkungsvolle Möglichkeiten, wie du dein Angebot verbessern und optimieren kannst, was sich wiederum positiv auf dein Ranking auswirken wird.

Listing-Optimierung: Was es ist und warum es wichtig ist

Die Optimierung deines Listings löst das oben erwähnte Problem in zweierlei Hinsicht. Erstens bedeutet ein gut optimiertes Angebot, dass Amazon dein Produkt finden und identifizieren kann (d.h. Amazon kann herausfinden, um welches Produkt es sich handelt), was wiederum bedeutet, dass es den Leuten zugeordnet werden kann, die nach diesem Produkt suchen.

Laut Amazon: “Kunden müssen in der Lage sein, deine Produkte zu finden, bevor sie sie kaufen können. Eine Möglichkeit, wie Kunden deine Produkte finden, ist die Suche durch die Eingabe von Schlüsselwörtern, die mit Informationen wie Titel und Beschreibung abgeglichen werden, die du für ein Produkt bereitstellst. Indem du relevante und vollständige Informationen zu deinem Produkt bereitstellst, kannst du die Sichtbarkeit deines Produkts und die Verkaufszahlen steigern.”

Zweitens wird ein gut optimiertes Angebot die Leute, die auf dein Angebot kommen, davon überzeugen, dein Produkt zu kaufen. Du siehst also: Selbst wenn dein Produkt hervorragend ist, wird es unweigerlich scheitern, wenn dein Angebot nicht optimiert ist.

6 Tipps zur Optimierung deines Eintrags

Die 6 wichtigsten Optimierungsbereiche lassen sich wie folgt aufschlüsseln:

  1. Produkttitel
  2. Produktbilder
  3. Aufzählungspunkte
  4. Beschreibung des Produkts
  5. Backend-Schlüsselwörter
  6. Bewertungen

1. Produkttitel

Zeichenbegrenzung

Dein Produkttitel ist deshalb so wichtig, weil er dem A9-Algorithmus von Amazon mitteilt, um welches Produkt es sich handelt und ob er es Käufern, die nach dieser Art von Produkt suchen, zuordnen soll oder nicht. Für die meisten Produktkategorien erlaubt Amazon bis zu 250 Zeichen für den Titel. Interessanterweise bleiben die meisten Verkäufer aus gutem Grund unter 250 Zeichen. Amazon erlaubt zwar bis zu 250 Zeichen, ist aber dafür bekannt, dass es Angebote mit mehr als 200 Zeichen unterdrückt. Du kannst natürlich auch mehr als 200 Zeichen verwenden, aber am besten machst du einen A/B-Test, um festzustellen, ob dein Angebot davon betroffen ist.

Nutze ein Tool wie Helium 10 für dein Amazon SEO

Vorlage für Produkttitel

Dein idealer Titel sollte Folgendes enthalten:

Marke – Primäre KW – Andere vorrangige KW’s – Hauptmerkmale & Spezifikationen – Vorteile

Die ersten fünf Wörter deines Titels sind besonders wichtig. Sie bilden die sogenannte kanonische URL. Was ist eine kanonische URL? Im Grunde genommen generiert Amazon diese URL für dein Produktangebot, um es für die Suchmaschinen zu optimieren. Diese URLs helfen dir, besser zu ranken.

Normalerweise berücksichtigt Amazon bei der Erstellung der URLs deinen Produkttitel, wobei dem Anfang mehr Gewicht beigemessen wird. Daher sollten die ersten fünf Wörter äußerst relevant für dein Produkt sein. Vermeide grammatikalische Wörter wie “der”, “ein” und “und”. Als nächstes solltest du insgesamt 3-4 relevante Keywords mit hohem Volumen in deinen Titel einbauen. Das ist eine gute Balance zwischen der Zufriedenheit des Amazon-Algorithmus und der Information des Kunden über dein Produkt.

Schlüsselwörter finden

Du weißt nicht, wo du suchen sollst? Hier sind zwei Möglichkeiten, wie du Keywords finden kannst:

  • Autovervollständigen: Gib dein Produkt in die Suchleiste ein, um mehr Ideen für Schlüsselwörter zu erhalten.
  • Wettbewerber-Listen: Sieh dir die Top-Konkurrenten an, um zu sehen, welche Keywords sie in ihren Titeln verwenden.
  • Nutze ein Tool wie Helium 10

2. Produktbilder

Hauptbild

Dein Hauptbild ist das Wichtigste für Dein Produkt, weil es a) das erste ist, das deine Kunden beim Scrollen in den Suchergebnissen sehen, und b) das erste Bild ist, das sie sehen, wenn sie auf dein Angebot klicken. Achte darauf, dass es diese Grundsätze beachtet:

  • Rein weißer Hintergrund.
  • Größer als 1000 Pixel in Länge und Breite.
  • Das Produkt bedeckt mehr als 85% des Bildschirms.
  • Das komplette Produkt ist sichtbar.
  • Keine zusätzlichen Requisiten, Texte, Symbole, Bilder oder Etiketten.
  • Benenne die Datei als product_identifier.image_type (product_identifier = ASIN, UPC, ISBN, EAN, JAN; image_type = jpeg, png)

Wenn du dich nicht an diese Anforderungen hältst, wird dein Eintrag unterdrückt.

Andere Bilder

Andere Bilder sind nur für Personen sichtbar, die auf das Angebot klicken. Ihr Zweck ist es also, diese Leute davon zu überzeugen, dein Produkt zu kaufen. Die Anforderungen an andere Bilder sind im Vergleich dazu recht lax, sodass deine Kreativität hier voll zum Tragen kommt. Einige Ideen für andere Bilder:

  • Produktdetails: Zeige die einzigartigen Eigenschaften und Vorteile deines Produkts, indem du das Bild heranzoomst oder den Winkel anpasst.
  • Infografiken: Kombiniere Text, Symbole und Bilder, um die besten Verkaufsargumente deines Produkts hervorzuheben.
  • Lifestyle-Fotos: Deine Kunden wollen wissen, wie dein Produkt zu ihrem Lebensstil passt. Deshalb wirken Fotos von deinem Produkt an verschiedenen Orten und von Menschen, die dein Produkt benutzen, Wunder für die Konversion.

3. Aufzählungspunkte (Bulletpoints)

Probiere diese bewährte Vorlage aus, um überzeugende Aufzählungspunkte zu schreiben:

  • Aufzählungspunkt 1: Dies ist dein Hauptnutzen (USP). Hier fasst du zusammen, warum die Kunden dein Produkt kaufen sollten und nicht die der anderen Wettbewerber.
  • Aufzählungspunkte 2 und 3: Hier gehst du detailliert auf die Merkmale und Vorteile deines Produkts ein. Nenne diese sowie die Anzahl der Produkte, die in einer Packung enthalten sind, die Inhaltsstoffe, die Anwendung, den Einsatzort usw. Gib Antworten auf Fragen, die deine Kunden vor dem Kauf haben könnten.
  • Aufzählungspunkt 4: Wenn dein Produkt mit einem kostenlosen Geschenk oder einer anderen Produktverpackung gebündelt ist, erwähne dies. Ansonsten fahre mit dem gleichen Format wie in den Punkten 2 und 3 fort.
  • Aufzählungspunkt 5: Nutze diesen letzten Aufzählungspunkt, um Vertrauen aufzubauen. Du könntest eine 30-tägige Geld-zurück-Garantie anbieten (falls du eine anbietest) oder den Kunden wissen lassen, dass du auch nach dem Kauf für den Kundenservice da bist.

Fasse jeden Aufzählungspunkt mit einer kurzen, prägnanten Überschrift am Anfang jedes Punktes zusammen. Viele Verkäufer fügen dies mit Emojis oder in Großbuchstaben ein, aber es wird gemunkelt, dass Amazon solche Angebote unterdrücken wird (dies ist jedoch nicht bestätigt). Geh vorerst auf Nummer sicher und lass sie weg!

4. Produktbeschreibung

Viele Verkäufer machen den Fehler, ihre Aufzählungspunkte direkt in ihre Produktbeschreibung zu kopieren und einzufügen, ohne sie zu verändern. Das ist ein großer Fehler. Die Käufer kommen auf dein Angebot, lesen beides und stellen schnell fest, dass es dasselbe ist. Es ist wahrscheinlicher, dass sie wegklicken, weil sie denken, dass der Verkäufer faul ist.

Das schadet deiner Konversionsrate und deinen Verkäufen und führt dazu, dass dein Gesamtranking sinkt. Deshalb sind aussagekräftige Beschreibungen so wichtig. Zunächst einmal ist deine Beschreibung eine gute Gelegenheit, um das zu vertiefen, was du in deinen Aufzählungspunkten nicht geschafft hast. Erläutere und vertiefe die Geschichte deiner Marke sowie zusätzliche Funktionen und Vorteile. Nimm dir wirklich die Zeit, das Produkt zu verkaufen.

Hinzu kommt, dass Amazon die Schlüsselwörter in deiner Beschreibung für das Ranking deines Angebots heranzieht. Das ist also eine weitere Gelegenheit, zusätzliche Keywords (vor allem Long-Tail-Keywords) in dein Angebot einzubauen.

5. Backend Keywords

Backend-Keywords sind Keywords, die du – Überraschung – im hinteren Teil deines Angebots einfügen kannst. Diese sind für die Käufer nicht sichtbar. Dadurch wird die Auffindbarkeit deines Produkts verbessert, da du weitere Schlüsselwörter hinzufügen kannst, die du im Rest deines Angebots vielleicht nicht finden konntest. Was du NICHT tun solltest:

  • Wiederholungen von Keywords, die bereits in deinem Angebot enthalten sind.
  • ASINs und Markennamen von Mitbewerbern.
  • Hinzufügen von Schlüsselwörtern, die nichts mit deinem Produkt zu tun haben.
  • Variationen in Bezug auf Abstand, Zeichensetzung, Groß- und Kleinschreibung und Pluralisierung (Amazons Algorithmus berücksichtigt bereits automatisch verschiedene Groß- und Kleinstschreibweisen, Wortformen und Varianten der Schreibweise).

Versuche stattdessen, deinem Angebot mehr Tiefe und Relevanz zu verleihen, indem du:

  • Füge Hypernyme, Synonyme und Abkürzungen für das Produkt ein.
  • Halte die Länge des Inhalts kürzer als die Höchstgrenze (~200 Zeichen).
  • Verwende Abkürzungen, gebräuchliche Schreibweisen, Eigenschaften des Produkts, demografische Daten, Namen in anderen beliebten regionalen Sprachen (z. B. Spanisch, wenn du in den USA lebst, oder Französisch, wenn du in Kanada lebst).

6. Bewertungen

Bewertungen sind das A und O, wenn es darum geht, die Konversion zu steigern. Sie sind der soziale Beweis dafür, dass andere Menschen dein Produkt mögen. Allerdings kann es ziemlich schwierig sein, Bewertungen zu bekommen, vor allem, wenn du neu bist. Eine beliebte Methode, um Rezensionen zu erhalten, ist, deinem Produkt eine Broschüre beizulegen, in der du dich für den Kauf bedankst und den Kunden vorschlägst, eine Rezension zu hinterlassen.

Achte jedoch darauf, dass du dich an die Nutzungsbedingungen von Amazon hältst und sie nicht für eine gute Bewertung bestichst. Eine andere Möglichkeit ist, deine Bestellhistorie aufzurufen und manuell nach Bewertungen zu fragen. Alternativ kannst du auch eine Software wie Feedback Wiz verwenden, um dies für dich zu erledigen. Und schließlich kannst du dich für die Programme Early Reviewer und Vine (wenn du als Marke registriert bist) anmelden, die Kunden einen Anreiz bieten, Bewertungen zu hinterlassen. Sei aber vorsichtig, denn diese Bewertungen können sehr ehrlich sein. Stelle also sicher, dass du ein gutes Produkt hast!

Chris
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